Ich vermiete meinen wunderschönen, mit Holz ausgebauten Sprinter namens Tortuga. Ich habe fast zwei Jahre lang selbst darin gelebt und bin damit gereist – mit großer Freude – und habe seitdem viele wundervolle Reisen damit unternommen.
Es ist ein hübsches, gemütliches kleines Haus, in dem ich bequem aufrecht stehen kann (1,76 m).
Ausgeklappt ist das Bett ein vollwertiges Doppelbett mit den Maßen 140 × 200 cm (eine Seite ist sogar etwas länger). Zusammengeklappt ist es ein breites Sofa mit Platz für bis zu vier Personen.
Der Bus verfügt außerdem über einen großen, leicht zusammenklappbaren Tisch, an dem man sitzen, kochen, arbeiten oder ein Spiel spielen kann.
Ich benutze einen tragbaren Kocher, den ich persönlich sehr praktisch finde, weil man damit auf der Küchentheke, dem Tisch oder sogar im Freien kochen kann.
Es gibt einen Kühlschrank, der mit Strom oder Gas betrieben wird – oder der dank der guten Isolierung auch als Kühlbox mit Kühlelementen dienen kann.
Über und unter dem Bett befindet sich Stauraum. Die Küchenzeile bietet ebenfalls Platz für Geschirr und Vorräte, und unter dem Kühlschrank gibt es zusätzlichen Stauraum für Dinge, die man nicht oft benötigt.
Es gibt etwas Besteck und Geschirr sowie ein paar Pfannen zum Kochen.
Über der Küchenzeile können Sie Glasbehälter (10 cm Durchmesser) in den fest montierten Deckeln aufhängen – super praktisch für Ihr Haferflockenmüsli, Gewürze oder andere Vorräte, die Sie schnell zur Hand haben möchten.
Die Küche verfügt über einen Wasserhahn mit einem 12,5-Liter-Wassertank, und es gibt auch eine Außendusche mit einem separaten 12,5-Liter-Tank.
Die Beleuchtung und der Wasserhahn werden über eine separate Bordbatterie betrieben (diese wird weder während der Fahrt noch über Solarenergie geladen). Der Kühlschrank kann leider nicht daran angeschlossen werden, aber die Batterie hat eine recht lange Laufzeit und kann auch zum Laden von Handys oder anderen Geräten per USB verwendet werden.
Auf Campingplätzen mit Stromanschluss können Sie Ihr Wohnmobil an den Stromanschluss anschließen. Anschließend können Sie einfach eine der vielen Steckdosen im Wohnmobil nutzen – zum Beispiel, um den Kühlschrank anzuschließen, die Batterie zu laden oder bei kälteren Temperaturen eine elektrische Heizung zu betreiben.
Obwohl er noch recht jung aussieht, ist er tatsächlich ein alter Bus. Er hat einen starken Motor und fährt sich für sein Alter und seine einfache Bauweise gut.
Erwarten Sie aber keinen Rennwagen: Er hat nicht viele PS, beschleunigt langsam und erreicht maximal 110 bis 120 km/h. Ich persönlich fahre meist zwischen 80 und 100 km/h – das ist auch sparsamer.
Es ist also tatsächlich eine Tortuga (Schildkröte): alt, langsam, aber ein liebenswertes kleines Haus.
Dank seiner Höhe kann man damit noch einige schöne Offroad-Gebiete erreichen, aber versuchen Sie nicht, im Sand oder Schlamm zu fahren – dafür hat es weder die Räder noch die Kraft.
Ich habe schon an so schönen Orten geschlafen – und wenn es warm genug ist, sogar bei offenen Türen, mit Blick auf das Meer oder einen See, mit Blick auf die Berge oder mitten im Wald.
Es ist wirklich so ein Bett, in dem man inmitten der Natur aufwacht und in dem es bei kälterem oder regnerischem Wetter gemütlich warm ist.
Draußen lässt sich die Markise ausfahren, sodass man geschützt vor Regen oder Sonne sitzen kann. Zwei Campingstühle und ein Tisch stehen zur Verfügung.