Mit dem Hund im Campingurlaub

8. August 2016 in Tipps für Mieter

Mit dem Hund in den Campingurlaub zu fahren, wirft bei einigen Hundeliebhabern ein paar Fragen auf, denn für einige Menschen ist ihr treuer Vierpfoter ein Teil der Familie. Warum sollte er deshalb Zuhause gelassen werden, während ihr in den Urlaub fahrt? Mit den folgenden Tipps gehst du mit deinem Hund auf eine sorgenfreie Urlaubsreise.

Dein Hund in der Box:

Wir alle kennen das bekannte Bild vom Hund, der auf der Sitzbank sitzt und seinen Kopf aus dem Fenster steckt, mit heraushängender Zunge. Das kann gefährlich werden, gerade für die weiteren Mitfahrer. Wenn unerwartet stark gebremst werden muss, kann der Hund durch das komplette Wohnmobil geschleudert werden. Ist dein Haustier unruihg, kann dies zur Ablenkung des Fahrers und somit zu einem Unfall führen. Aus Sicherheitsgründen ist daher eine Hundebox während der Fahrt unverzichtlich. Sorge dafür, dass die Box geräumig genug ist, sodass dein Hund sich umdrehen und bewegen kann. Ein fester Stand ist ebenfalls sehr wichtig, sodass die Box nicht umfallen oder sich während der Fahrt bewegen kann. Sollten junge Hunde mitfahren, dient die Box außerdem dazu, dass das Fahrzeug sauber bleibt.

Hund sicher in der Box im Campingurlaub

Reisekrankheit im Auto:

Nicht nur Menschen leiden drunter, auch Hunde haben damit zu kämpfen: Reisekrankheit. Gerade Welpen und junge Hunde haben schnell damit zu schaffen. Infolgedessen müssen sich einige der Hunde während der Reise, oder wenn sie bereits ein Auto sehen, übergeben. Schätze daher genau ab, ob dein Hund die Reise abkann oder nicht. Gewöhne deinen Hund langsam an das Wohnmobil, indem du mit ihm kurze Fahrten machst. Ein leerer Magen des Vierpfoters hilft auch ein wenig und sollte sich dein Hund während der Fahrt dennoch nicht gut fühlen, sorge dafür, dass Decken oder Zeitungen unter ihm liegen. Probiere alle 2 bis 3 Stunden zu halten, damit du und dein Hund sich die Beine vertreten können. Sollte sich der Hund schlecht fühlen, dann stoppe häufiger, um unangenehme Malheure zu vermeiden. Angenommen dein Hund wird durch die Desorientierung, holprigen Bewegungen des Wagens oder dadurch, dass er nicht nach draußen gucken kann, um das Gefühl der Desorientierung auszugleichen, reisekrank, dann sind kurze Pausen ebenso eine gute Abwechslung. Stelle sicher, dass immer genügend frisches Trinkwasser zur Verfügung steht. Spezielle Tabletten können ebenfalls vom Tierarzt verschrieben werden.

Vermeide Überhitzung:

In den sonnigen Urlaubstagen können die Temperaturen schon mal sehr hoch ansteigen. Wenn dann keine Klimaanlage im Wohnmobil vorhanden ist, sorge dafür, dass du genügend Pausen einlegst und parke das Fahrzeug nicht in der vollen Sonne, sondern versuche einen schattigen Platz zu finden. Wichtig ist auch, dass der Hund nicht allein im Wagen gelassen wird. Hunde ertragen weniger Hitze als Menschen. Fahrzeuge wie Autos, Wohnwagen oder Wohnmobile können sich in nur kurzer Zeit in wahre Öfen verwandeln, mit Temperaturen von bis zu 50, 60 Grad. Hunde können dann schnell überhitzen mit der Folge, dass ihr Blut gerinnt, was wiederum lebensgefährlich ist. Fenster einen Schlitz zu öffnen, ist nicht ausreichend. Sorge dafür, dass dein Hund immer mit ausreichend Trinkwasser versorgt und hydratisiert ist. Einige Hunde lieben Seen, Flüsse oder Schwimmbäder, um sich abzukühlen. Es gibt auch verschiedene Objekte, wie Kühlpads, die deinen Hund an extrem heißen Tagen ein wenig runterkühlen.

Abkühlung für den Hund im Campingurlaub

Reiseunterlagen und Impfungen:

In der EU ist ein europäischer Tier(reise)pass Pflicht, worin Impfungen aufgeführt sind (mindestens 21 Tage vor der Reise), worin steht, dass das Tier keine Tollwut hat, und, dass das Haustier gechipt ist. Diese Regelungen unterscheiden sich von Land zu Land, daher informiere dich am besten selbst, bevor du auf Reisen gehst. Solltest du mit deinem Hund die Grenzen der EU überschreiten, achte darauf, was die Anforderungen sind, um deinen Hund zum Beispiel wieder zurück nach Deutschland einzuführen. Es kann beispielsweise um einen Bluttest gebeten werden.

Weitere Informationen zu den Anforderungen des Reisens mit Heimtieren findest du unter der folgenden Internetadresse: https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/296/Seite.2960012.html

Reiseunterlagen für den Hund im Campingurlaub

Mache es deinem Hund gemütlich:

Nimm deinem Hund sein Lieblingsspielzeug, seine eigene Decke (Schlafkorb) und seine eigenen Trinkwasser- und Nahrungsbehälter mit. Stelle außerdem sicher, dass die Routine deines Hundes nicht allzu sehr gestört wird. Lässt du ihn in der Regel immer abends raus, dann stelle sicher, dass du dies im Urlaub auch regelmäßig machst.

Mal einen Tag ins Museum?

Willst du mal einen Tag in ein Museum und findest es nicht so handlich, den Hund mitzunehmen? Schaue nach einem Aufpasser in der Nachbarschaft, der sich in der Zwischenzeit um deinen Hund kümmert. Schaue auf Pawshake nach einem temporären Hundesitter und kontaktiere ihn!

Gassi gehen:

Wenn du deinen Hund ausführst, besteht immer die Chance, dass du oder dein Hund mit Zecken in Kontakt kommen. Prüfe deinen Hund daher immer auf Zeckenbisse, um dann schnellstmöglich die Zecke mit einer Zeckenzange zu entfernen. Zecken befinden sich sowohl in Büschen, im hohen als auch im niedrigen Gras. Sie sind überall: in Wäldern , Parks, Teichen und Dünen.

Achte unterwegs auch auf die Hinweise zur Leinenpflicht, denn nicht überall kann man den Hund einfach laufen lassen. Achte auch auf die Gebiete, wo das Entfernen des Hundekots Pflicht ist, da bei Nichtentfernen hohe Strafen auf dich zukommen können.

Gassi gehen mit dem Hund im Campingurlaub

Rücksicht auf andere nehmen:

Natürlich gibt es auch Reisende, die Tiere nicht mögen oder sie sogar fürchten. Achte darauf, dass dein Hund nicht jeden Passanten enthusiastisch begrüßt. Es gibt viele Menschen, die einfach nur der Ruhe und Entspannung wegen in den Urlaub fahren. Nicht jeder weiß das Bellen des Hundes zu schätzen und reagiert schnell verärgert. Ein Pfahl im Boden, verbunden mit einer Leine, ist hilfreich, sodass dein Hund zwar herumlaufen kann, aber nicht fortlaufen. So bleibt dein treuer Freund immer in der Nähe deines Wohnmobils. 

Beachtest du diese Tipps, kannst du sorgenfrei deinen Hund mit in den Campingurlaub mitnehmen.